Zubehör und Materialien für das richtige Sonnensegel

Es gibt einige Anforderungen, die man an sein Sonnensegel stellt, besonders, wenn es fest montiert ist und nicht nur für den vorübergehenden Campingurlaub genutzt wird. Neben UV-Schutz ist auch Wetterfestigkeit ein wichtiger Punkt. Denn nichts ist ärgerlicher, als ein schon nach kurzer Zeit durch starkes Sonnenlicht oder Temperaturschwankungen spröde werdendes Material. Ebenso sollte es weder modern noch schimmeln, wenn es einige Tage schlechtem Wetter ausgesetzt ist. Reißfestigkeit und lange Lebensdauer erklären sich von selbst und auch Lichtechtheit ist ein Gütesiegel. Hochwertige Sonnensegel können dabei oft zehn Jahre alt werden, ohne ihren UV- oder Regenschutz einzubüßen und auch die Farbe bleibt viele Jahre lang so wie am ersten Tag.


Woraus besteht die Folie des Sonnensegels

Es gibt unterschiedliche Materialien, aus denen das Sonnensegel hergestellt werden kann.

 

Reißfest und wasserdicht
Zum einen wird beschichtetes Polyester verwendet. Die synthetisch hergestellten Polymere sind recht reißfest und durch die Beschichtung auch wasserdicht, was sie besonders bei kurzen Regenschauern zu einem sicheren Unterschlupf macht. Auf der anderen Seite sind Polyester nicht so langlebig wie andere Sonnenschutz-Folien.

Licht- und wasserdurchlässig
Acryl, das auch sehr häufig für die Sonnensegel benutzt wird, ist wesentlich lichtdurchlässiger, schützt dabei aber ebenso vor den gefährlichen UV-Strahlen. Allerdings ist Acryl nicht ganz regensicher, was gerade bei einem lange geplanten Grillfest oder dem Campingurlaub ein echtes Manko sein kann. Doch durch den Neigungswinkel, den man bei jedem Sonnensegel einplanen sollte, wird auch hier das meiste Wasser ablaufen statt durch den Stoff zu tropfen.

Lange Haltbarkeit
Die hochwertigsten Stoffe, aus denen ein Sonnensegel gefertigt sein kann, sind Polyvinylchlorid (PVC), Ethylen-Tetrafluorethylen (ETFE) oder Polytetrafluorethylen (PTFE). Sie alle weisen sich durch eine hohe Beständigkeit aus, sind extrem reißfest und zudem wasserdicht. Auch bei langer Sonneneinstrahlung werden sie nicht leicht spröde. Ihren Schutz gegen Sonneneinstrahlung behalten sie über Jahre. Wie alle Folien der Sonnensegel sind sie zwar elastisch, leiern aber auch bei häufiger und lang anhaltender Nutzung nicht aus. Ihre straffe Form behalten sie auch noch nach Jahren.

Das richtige Zubehör

Sie sollten aber in jedem Fall für die Befestigung mindestens 5 %, besser sogar 10 % Ihres Sonnensegels hinzurechnen, das sind beispielsweise bei einem dreieckigen Sonnen-Tarp mit einer Kantenlänge von 3,6 Metern zusätzliche 18 Zentimeter für die Verspannung und bei 5 Metern Kantenlänge 25 cm zusätzlich. Natürlich darf der Befestigungspunkt aber auch viel weiter entfernt liegen.
 

Die Seile
Neben dem Markisenstoff gehören Seile zur Grundausstattung des Sonnensegels. Denn sie halten das Sonnendach in seiner stabilen Form und verbinden es mit seinen Aufhängepunkten. Es ist immer nur möglich, eine Seite direkt an einer Wandbefestigung zu montieren. Alle anderen Befestigungspunkte müssen mit Seilen und Seilspannern verlängert werden werden. Neben den extrem stabilen Edelstahlseilen werden auch solche aus reißfesten Synthetikfasern verwendet. Wichtig ist, dass die Spannseile nicht dehnbar sind. Denn sonst neigt sich das Sonnensegel schon nach kurzer Zeit nach innen, bildet Wassersäcke in der Mitte und wird faltig. Außerdem müssen die Seile leicht drehbar sein, um auch bei Windböen reißfest zu bleiben.

Seilspanner
Seilspanner sind nötig, um die gewünschte Länge des Befestigungsseiles einzustellen, denn das Sonnensegel soll immer straff gespannt sein. Mit Seilspannern kann man vor allem bei weit entfernten Befestigungspunkten mehrere Seile hintereinander verknüpfen. Es gibt sie ebenso verzinkt, wie aus dem besseren, aber auch teureren Edelstahl.

Karabinerhaken
Karabinerhaken sind besonders dann von Vorteil, wenn man das Sonnensegel mobil nutzen möchte und es schnell und unkompliziert an unterschiedlichen Standorten anbringen will. Aber auch für ein dauerhaft genutztes Sonnensegel sind Karabinerhaken mit ihrem Schnappverschluss sinnvoll, da man das Sonnensegel im späten Herbst unbedingt abmontieren sollte. Aber auch andere Haken und Befestigungshilfen sind für die individuelle Anbringung möglich. Hervorzuheben sind hier Schäckel, Kauschen und Ringschrauben.


Befestigung im Mauerwerk
Bei der straffen Befestigung des Sonnensegels wirken enorme Kräfte. Deshalb genügt bei größeren Sonnendächern nicht, die Seile mit einfachen Schrauben im Mauerwerk zu verankern. Es sollte auf eine Ankerplatte zurückgegriffen werden, die mit mehreren Schrauben (mindestens zwei) standhaft am Untergrund befestigt wird.

Pfosten
Pfosten und Stangen sind eine gute Möglichkeit, das Sonnensegel zu befestigen, wenn nicht ausreichend Bäume oder Wände vorhanden sind. Diese Pfosten sollten sehr tief (mehr als 40 cm) im Boden verankert werden, möglichst so, dass man sie auch im Herbst entfernen kann. Am besten setzt man sie in Bodenhülsen, die im Erdreich einbetoniert werden. Sowohl Stahl- als auch Holzpfosten können verwendet werden. Die Durchmesser der Pfosten sollte 5 cm nicht unterschreiten, je nach Größe der Sonnensegel dürfen sie ruhig noch stabiler sein.

Selbstlösende Klemme
Selbstlösende Klemmen kommen bei der Seefahrt häufig zum Einsatz, sind aber auch bei besonders großen Sonnensegeln gut zu gebrauchen. Bei starkem Wind entlassen diese Klemmen automatisch die Seile. So kann es nicht dazu kommen, dass das Sonnensegel reißt oder die Verankerung, mitsamt ihren schweren Metall-Haken durch die Luft fliegen. Bei kleineren Sonnensegeln kann man auf diese Sicherheitsvorrichtung allerdings getrost verzichten.
 

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